Manja Biel – Gemeinsam für Glückstadt | Bürgermeisterwahl 2015 - Kandidatenvorstellung

Kandidatenvorstellung

28.10.2015

– bei den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr –

Kategorie(n): Allgemein

Die Stadt ist als Träger des Feuerwehrwesens verpflichtet, eine angemessene und leistungsfähige Wehr zu unterhalten. Wie wir Kandidaten dies sichern wollen, war unter anderem Thema bei der gemeinsamen Vorstellungsrunde am 27.10.2015 in der Feuerwache.

Durch den erst in diesem Oktober im Bauausschuss beschlossenen Feuerwehrbedarfsplan liegt eine aktuelle Planungsgrundlage vor. Die Feuerwehr in Glückstadt ist hinsichtlich der Einsatzmittel und -kräfte gut aufgestellt, die zeitliche und räumliche Erreichbarkeit gegeben. Darauf ausruhen kann man sich nicht.

Wenn es brennt oder technische Hilfeleistung benötigt wird, ist die Feuerwehr zur Stelle, Tag und Nacht, wochen- wie feiertags. Viele sehen das als selbstverständlich an. Selbstverständlich ist das aber nicht. In vielen Stunden ihrer Freizeit übernehmen sie freiwillig Aufgaben, die auch Gefahren in sich bergen und manchen schlimmen Anblick mit sich bringen. Der Einsätze der Kameradinnen und Kameraden hat alle Achtung verdient!

Es wird zunehmend schwieriger, für die ehrenamtliche Tätigkeit als Feuerwehrkamerad (oder –kameradin!) zu begeistern, da die Anforderungen an die Mobilität und die Auslastung im Arbeitsleben steigen. Zudem macht der demographische Wandel auch vor der Feuerwehr nicht halt. Insofern begrüße ich die eingeleiteten Maßnahmen zur Mitgliederförderung, wie die Zuschüsse fürs Fitnessstudio und das Freibad, sehr. Die ab 2016 angedachte Gewährung von Rentenanwartschaften kann ich nicht versprechen. Die hierzu notwendige politische Entscheidung steht noch aus. Der Ansatz, über derlei Anwartschaften langfristig Mitglieder zu binden ist richtig – auch wenn die dabei zu erzielende zusätzliche Rente überschaubar ist. 

Zur Absicherung der Leistungsfähigkeit des Feuerwehrwesens muss die bereits gelebte Kooperation mit den Nachbarwehren intensiviert werden. Tageseinsätze können im Umland Glückstadts zum Teil heute schon aus eigener Kraft einer kleinerer Standortwehr nicht mehr gefahren werden. Ggf. muss daher über Zusammenlegungen nachgedacht werden. Schwierig, ohne sich die Finger zu verbrennen, schließlich hängt das Dorfleben in einigen Standorten von den Feuerwehren ab. Es geht insofern darum, größtmögliche Synergieeffekte aus Kooperationen zu erzielen. Aber – wenn hierüber der abwehrende Brandschutz und die technische Hilfe nicht mehr gesichert werden kann – dürfen Zusammenlegungen kein Tabu sein.